Wie Du für Dich Klarheit schaffst und dadurch gute Entscheidungen triffst

Im Wald der unendlichen Möglichkeiten sah ich manchmal die Bäume nicht mehr. Geht es Dir immer noch so? Da kann ich Dir ein paar Tipps geben, wie Du mit einfachen Mitteln bessere Entscheidungen triffst.

Angefangen hat alles mit der Erkenntnis, dass ich ganz oft gar keine Entscheidung traf, sondern einfach wartete, bis es keine andere Möglichkeit mehr gab. Mir wurde die Entscheidung sozusagen vom «Schicksal» abgenommen. So richtig glücklich war ich damit aber selten. Es fühlte sich eher so an, als ob ich in eine Richtung gedrängt wurde und ich in meinem eigenen Leben eigentlich sehr wenig selber zu sagen hatte. Es gab einfach zu viele Möglichkeiten, für die ich mich hätte entscheiden können. Und immer dachte ich: «Und was, wenn ich die falsche Entscheidung treffe?!».

“ Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, die zeigen, wer wir wirklich sind.“

J.K. Rowling

Ich beschloss etwas zu ändern und habe mir ein paar Methoden angeeignet, damit ich für mich die richtige Entscheidung treffen kann.

Methodenkoffer für Entscheidungsfindung und Klarheit

Mit einer Entscheidung, wird für Dich klarer, wohin die Reise gehen soll. Entscheidungen dienen also nicht nur dazu, etwas von der «To-do-Liste» zu streichen, sondern dir Klarheit zu verschaffen, was der nächste Schritt ist und wohin Du gehen möchtest.

Pro und Contra-Liste mit dem gewissen Extra

Der Klassiker der Entscheidungsfindung hat mit einem kleinen Extra noch mehr Potenzial.

Für die Pro und Contra-Liste benötigst Du:

  • Ein Schreibzeug
  • Papier
  • 10 – 30 Minuten Zeit (je nach Thema)

Und so funktioniert es:

  1. Auf dem Blattpapier setzt Du das Thema als Überschrift
  2. Unter der Überschrift fügst Du zwei Spalten ein. Einmal «Pro» und einmal «Contra»
  3. Dann schreibst Du ganz spontan Deine «Pros» und «Contras» in die jeweilige Spalte
  4. Nun verteilst Du pro Argument Punkte von 1-10 (1 = Argument ist Dir unwichtig; 10 = Argument ist Dir sehr wichtig)
  5. Nun kommt das Extra: Alle Argumente die weniger als 8 Punkte erhalten haben, streichst Du von der Liste und erstellst auf der anderen Seite des Blattpapiers erneut zwei Spalten mit «Pro» und «Contra»
  6. Jetzt füllst Du jene Argumente, die übrig geblieben sind, in die jeweilige Spalte ein
  7. Jene Spalte, die mehr Argumente hat, «gewinnt»

In Zukunft bin ich…

Wenn es um eine Entscheidung geht, die ich nicht so leicht in eine Liste verpacken kann, gehe ich in meinem Kopf auf Reisen und mache mir Notizen dazu.

Für «In Zukunft bin ich…» brauchst Du:

  • Einen ruhigen Ort
  • Ca. 15 – 20 Minuten Zeit
  • Eventuell Schreibzeug und Papier
  1. Stell Dir nun vor, Du hast Dich bereits entschieden und gehe gedanklich, je nach grösse des Themas, 1 Monat bis 5 Jahre in die Zukunft
  2. Stelle Dir nun Fragen dazu: Was siehst Du? Wie hat sich die Situation auf dein Leben ausgewirkt? Was ist anders? Wie fühlt es sich an? Welche Veränderungen nehme ich aufgrund der Entscheidung wahr? Bin ich glücklich mit der Entscheidung?
  3. Relativ schnell merkst Du, ob Dir das Bild gefällt oder eben nicht. Du kannst Dir deine Gedanken dazu aufschreiben
  4. Falls Du zwei oder mehr Möglichkeiten hast, kannst Du die Übung nochmal mit den anderen Möglichkeiten wiederholen
  5. Jene Möglichkeit, die Dir ein gutes Gefühl gibt und bei Dir positive Assoziationen auslöst, solltest Du näher prüfen

Den schlimmsten Fall ausmalen

Diese Methode ist sehr simpel und eignet sich für ziemlich alle möglichen Situationen.

Für «Den schlimmsten Fall ausmalen» brauchst Du:

  • einen geeigneten Ort zum Denken
  • ca. 10 Minuten Deiner Zeit
  • Eventuell Schreibzeug und Papier
  1. Stell Dir vor, Du entscheidest Dich und nun tritt der schlimmste mögliche Fall ein, den deine Entscheidung nach sich ziehen könnte
  2. Nun stellst Du dir folgende Fragen: Was wäre der schlimmste Fall? Und was würde das für Dich heissen? Und wie könntest Du diesen schlimmsten Fall a) präventiv verhindern oder b) posthum regeln?
  3. Im letzten Schritt überlegst Du dir, ob Dir das Risiko für den «schlimmsten Fall» Wert ist oder ob der «schlimmste Fall» überhaupt so schlimm wäre.

Viel Spass beim Entscheiden!

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